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der freundliche Microsoft Betrug

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der freundliche Microsoft Betrug

Eine alte Masche des dreisten Support Betrugs lebt gerade wieder auf.
Vermeintliche Microsoft Mitarbeiter zocken Nutzer per Telefon ab.

Aktuell warnt die Polizei wieder vor einer altbekannten Masche des Betrugs. Angebliche Supportmitarbeiter rufen an und bieten Hilfe bei Problemen mit dem Windows-Computer an. Auch ein Kunde von uns fiel leider auf die Masche rein. Er hatte sich vor ein paar Tagen einen neuen Computer bei Aldi gekauft. Da er sich erst an das neue Betriebssystem gewöhnen musste und natürlich Startschwierigkeiten hatte kam das vermeintliche Hilfsangebot wie gerufen. Am Telefon gab man sich freundlich und hilfsbereit. Es wurde behauptet man riefe direkt aus Amerika an und hätte bemerkt dass es wohl Probleme mit dem Computer gäbe. Eine Kombination aus geschickter Höflichkeit und perfektem Timing schafften wohl beim Kunden großes Vertrauen. Man erklärte dem Kunden er müsse lediglich das Tool Teamviewer herunterladen und dann könne man ihm bei den Problemen helfen. Teamviewer wird im IT-Support gerne als Fernwartungswerkzeug verwendet. Es erlaubt einem Benutzer den Bildschirminhalt und auch die Steuerung des Computers an einen anderen Computer irgendwo in der Welt abzugeben. Da das Tool ein bekanntes Werkzeug ist und von offizieller Stelle heruntergeladen wird schöpfte der Kunde auch keinen Verdacht. Dazu hieß es, dass dieser Service auch in den ersten 90 Tagen kostenlos sei. Man hatte im Gespräch erfahren dass der Computer neu ist und konnte so immer gezielter Einfluss auf das „Opfer“ nehmen. Als der Kunde die Software installiert hatte wurde ihm auch mit einigen kleinen „Hokuspokus“ Handgriffen gezeigt was alles am Computer nicht in Ordnung wäre. In Wahrheit wird dem Kunden dann ein Trojaner untergeschoben der die Fernwartung jederzeit erlaubt oder zwischenzeitlich die Dateien auf dem Computer durchforstet.

Sämtliche Systemmeldungen wurden mit „das kommt von dem Virus“ begründet. Die Meldungen der installierten Anti-Virus und Sicherheitssoftware wurden auch den Remote Benutzer immer schnell weggeklickt. Schließlich erklärte man das der Service zwar kostenlos sei, jedoch müsste man eine weitere „Sicherheitssoftware“ installieren die man heute jedoch statt der üblichen 99,- Euro für lediglich 10,- Euro anbieten könne. Der Kunde sollte seine Kreditkarteninformationen eingeben damit man die 10 Euro abbuchen könne. Hier wurde er plötzlich stutzig und sagte er gibt seine Bankdaten nicht heraus. Plötzlich wurde die freundliche Stimme am anderen Ende sehr ungehalten. Auch der Kunde wurde sehr laut am Telefon und beendete das Gespräch. An dem Computer ging dann erstmal gar nichts mehr. Man hatte wohl per Fernzugriff erstmal alles mögliche unternommen um dem Kunden wenigstens noch zu schaden.

Da der Computer neu war und kaum persönlichen Daten vorhanden waren, hatte der Kunde noch Glück. Mit einer kompletten Neuinstallation konnte man den Computer wieder nutzbar machen.

Es gab bereits im letzen Jahr eine Welle ähnlicher Vorfälle im englischsprachigen Raum.
Beispielsweise:
What happens if you play along with a Microsoft ‚tech support‘ scam?

Internet-Betrüger geben sich als Hotline-Mitarbeiter aus

Um sich zu schützen unsere Tipps:

  • keine fremde Software auf Ihrem Computer installieren oder dafür bezahlen
  • keinen fremden Personen Zugriff auf Ihren Computer gestatten
  • Ähnliche Telefonate sofort beenden

Weder Microsoft noch irgendein anderes seriöses Unternehmen würde in dieser Form Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

Sollten Sie solche Anrufe bereits gehabt haben und vielleicht sogar Zugang zu Ihrem Computer gewährt haben, trennen Sie den Computer vom Internet und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Anschließend sollten Sie Ihren Computer von einem vertrauenswürdigen Techniker (evtl. lokal) überprüfen lassen.
Wenn jemand einen derartigen Zugriff auf Ihren Computer gehabt hat, ändern Sie unbedingt Ihre Passwörter wie zum Beispiel von Ihrer E-Mail Adresse und sonstigen oft genutzten Diensten.

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